Kluge Zusammenarbeit: mbeon und wefugees vereinen ihre Kräfte

Das soziale Start-Up „Wefugees“ und das Wohlfahrts-Projekt „mbeon“ beraten in Zukunft gemeinsam Neuankommende in Deutschland und versorgen so deutlich mehr Menschen mit qualitativ hochwertigen Informationen als zuvor. Sie bringen damit erstmals das Expertenwissen eines Wohlfahrtsverbandes und den innovativen Ansatz eines sozialen Start-Ups im Bereich der digitalen Migrationsberatung zusammen.

mbeon und wefugees

Ab Januar 2020 arbeiten „Wefugees“ und „mbeon“ zusammen und erfüllen dabei alle Anforderungen für eine ideale, digitale Beratung. Während „Wefugees“ besonders viele Informationssuchende, durch seine digitale Infrastruktur zur Suche und Bereitstellung von Informationen zum Leben in Deutschland erreicht, geht die Beratung auf „mbeon“ dort in die Tiefe, wo intensive Beratung erforderlich ist.

„Mbeon“ ist ein vom DRK federführend entwickeltes Projekt, welches die klassische Migrationsberatung um eine wohnortunabhängige und niedrigschwellige Online-Chat-Beratung ergänzt. Die kostenlose App bietet eine datensichere und anonyme Beratung durch erfahrene Beraterinnen und Berater. Ratsuchenden, für die eine MBE-Beratungsstelle schwer zu erreichen ist, wird der Zugang zu einer qualifizierten Beratung somit wesentlich erleichtert. Darüber hinaus entlastet „mbeon“ die klassische Migrationsberatung: Nach einem erfolgten persönlichen Beratungsgespräch können die Beteiligten über den „mbeon“-Chat Nachfragen stellen oder Dokumente austauschen.

Das Sozialunternehmen „Wefugees“ ist mit 130.000 NutzerInnen die weltweit größte Community Plattform für Flüchtlingsthemen. Es legt seinen Fokus auf die weite Verbreitung relevanter und qualitativer Informationen. Auf dem Forum beantworten verifizierte ExpertInnen z.B. aus Beratungseinrichtungen freiwillig die anonymen Fragen Geflüchteter. Menschen mit oder ohne Fluchterfahrung geben zusätzliche Tipps. Indem die Fragen und Antworten leicht über Google auffindbar sind, müssen die NutzerInnenn keine spezifische App oder Website kennen.

„Unser Wunsch war es schon immer, die bestehende Struktur der Migrationsberatungsstellen zu nutzen, um eine zuverlässige Anzahl qualifizierter BeraterInnen auf Wefugees sicherzustellen“, erzählt Mitgründerin Henriette Schmidt. „Wefugees möchte eine Brücke schlagen zwischen der wichtigen Präsenzberatung und der Bereitstellung von notwendigen Informationen für alle“, führt sie fort.

Von Januar an werden rund ein duzend mbeon-BeraterInnen über die Wefugees-Plattform geflüchtete Menschen beraten. Gleichzeitig werden NutzerInnen, für die eine Einzelfallberatung notwendig ist, auf das breit aufgestellte Angebot von mbeon aufmerksam gemacht. „Bei der Kooperation zwischen wefugees und mbeon bekommen die Ratsuchenden am Ende nicht nur die verstärkte Selbsthilfekultur auf wefugees.de, sondern auch eine Möglichkeit für eine vertiefte eins-zu-eins Beratung im mbeon Chat. So können die Ratsuchenden sicher sein, dass sie die bestmögliche Unterstützung bekommen“, erklärt „mbeon“ Projektleiterin Elena Lukinykh.

Bis Frühling 2020 pilotieren die Organisationen ihre Zusammenarbeit.

Mehr Informationen zu mbeon finden sich hier:

Seit 2015 ist das DRK federführend für die Projektentwicklung und -implementierung des digitalen Beratungsangebots „mbeon“ – MBE-online (MBE = Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderinnen und Zuwanderer) – verantwortlich. „mbeon“ ergänzt die klassische Migrationsberatung um eine wohnortunabhängige und niedrigschwellige Online-Beratung. Die kostenlose App bietet eine datensichere und anonyme Beratung durch erfahrene Beraterinnen und Berater.

Ratsuchenden, für die eine MBE-Beratungsstelle schwer zu erreichen ist, wird der Zugang zu einer qualifizierten Beratung somit wesentlich erleichtert. Darüber hinaus entlastet „mbeon“ die klassische Migrationsberatung: Nach einem erfolgten persönlichen Beratungsgespräch können die Beteiligten über den „mbeon“-Chat Nachfragen stellen oder Dokumente austauschen.

Über die Seite app.mbeon.de kann die App kostenlos heruntergeladen werden.

Die finanziellen Mittel zur Umsetzung des Projektes werden vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) bereitgestellt. Verwaltet und betreut wird das Projekt vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Mehr Informationen zu Wefugees finden sich hier:

 Seit 2016 existiert die Community Plattform „wefugees.de“ mit Sitz in Berlin. Gegründet von Cornelia Röper und Henriette Schmidt, ist sie mit 130.000 NutzerInnen die weltweit größte Plattform für Flüchtlingsthemen ist. Die Online-Plattform kreiert eine digitale Infrastruktur zur Suche und Bereitstellung von Informationen zum Leben in Deutschland. Über das Forum beantworten qualifizierte ExpertInnen z.B. aus Beratungseinrichtungen freiwillig die Fragen Geflüchteter; Menschen mit oder ohne Fluchterfahrung können Neuankommenden zusätzlich Tipps geben.

Mit seiner zielgruppenfokussierten Konzeption schafft es die Plattform wichtige Informationen an so viele Menschen wie möglich weiterzugeben, ohne dass sie eine spezifische App oder Beratungsstelle kennen müssen. Sie finden Wefugees über ihre Google-Suche oder über Facebook. Wefugees ist ein soziales Start-Up, welches sich über Spenden, Förderungen und Beratungstätigkeiten finanziert. Mehr Infos finden sich auf: https://info.wefugees.de

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