Wer, wie, was, wohnen ?

„Home & Living“ heißt eine beliebte Kategorie bei Wefugees – dort findest du Fragen und Antworten rund ums Thema „Wohnen“. Wie vielfältig diese auch sind, in einem Punkt sind wir uns wahrscheinlich alle einig: Eine Wohnung zu haben ist schön, eine zu suchen nicht so sehr. So kann die Wohnungssuche zur wahren Zerreißprobe deines Geduldsfadens werden. Um Schlimmeres zu verhindern, haben wir hier die wichtigsten Facts zum Thema zusammengestellt, ausgehend von den Fragen der Wefugees Community.

Wie suche ich nach einer Wohnung?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Auf Webseiten wie Immobilienscout24, immonet oder wohnungsboerse kann nach Wohnungen gesucht werden. Schon einmal darüber nachgedacht, mit anderen in eine Wohngemeinschaft (WG) zu ziehen? Die Vorteile liegen auf der Hand: mit deutschsprachigen MitbewohnerInnen werden sich deine Deutschkenntnisse unglaublich schnell verbessern. Da außerdem alle Kosten geteilt werden, ist das Wohnen in einer WG meist günstiger. Freie Zimmer findest du bei WG-gesucht, Wohngemeinschaft oder Studenten-WG. Generell gilt, dass private EigentümerInnen eher bereit sind, ihre Wohnung an Geflüchtete zu vermieten.

Welche Dokumente brauche ich?

In jedem Fall eine Kopie der Aufenthaltsgestattung oder Aufenthaltserlaubnis. Dazu kommt der Leistungsbescheid vom Jobcenter. Eine sogenannte Mietschuldenfreiheitsbescheinigung wird außerdem benötigt, diese kann von den BetreuerInnen deiner Gemeinschaftsunterkunft ausgestellt werden. Zuletzt wäre da die Schufa-Auskunft, die der vermietenden Person mitteilt, ob du Schulden hast. Diese kannst du hier kostenlos beantragen.

Wann kann ich mir eine Wohnung suchen?

Hier musst du unterscheiden zwischen Regelungen der einzelnen Bundesländer und den Gesetzen, die in ganz Deutschland gelten. Bundesweit gilt: Asylsuchende können „sechs Wochen bis maximal 24 Monate verpflichtet werden, in einer Erstaufnahmeeinrichtung“ zu wohnen (dies gilt seit Juli 2017, zuvor lag die Grenze bei maximal 6 Monaten!) In einigen Bundesländern wird die Verpflichtung, in einer Sammelunterkunft zu wohnen, jedoch schon früher aufgehoben, in Berlin ist es z.B. nach spätestens 6 Monaten erlaubt, auszuziehen.

 

Wer kann mir bei der Wohnungssuche helfen?

Es ist in jedem Fall von Vorteil, sich bei der Wohnungssuche Hilfe zu suchen. Dies können Bekannte sein, die wissen, worauf man bei einer Besichtigung achten sollte, wie man VermieterInnen kontaktiert, wie man ein Anschreiben an Wohngemeinschaften formuliert, usw. Es gibt aber auch Organisationen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Geflüchtete in diesem Punkt zu beraten und zu unterstützen:

  • Bündnis Neukölln: Hier helfen dir Freiwillige bei der Wohnungssuche in Berlin. Das Bündnis Neukölln sucht derzeit noch UnterstützerInnen!
  • Flüchtlinge Willkommen: das Startup vermittelt WG-Zimmer an Geflüchtete (leider mit sehr langer Warteliste, da momentan zu wenig Menschen dort ein Zimmer anbieten)
  • Places4refugees: Hier findest du u.a. Unterstützung beim Suchen und Bewerben um eine Wohnung. Außerdem bietet der Verein hilfreiche Workshops zum Thema an!

 

Weitere Beratungsstellen:

 

 

 

Kathleen Ortmeier

 

 

Quellen:

https://www.wefugees.de/k/questions/2210

https://www.wefugees.de/k/questions/1796

https://fluechtlingshelfer.info/start/detail-start/news/informationen-zum-thema-wohnungssuche/

https://buendnis-neukoelln.de/fluchtasyl/wohnungssuche/nuetzliches/

https://www.nds-fluerat.org/leitfaden/9-fluechtlinge-mit-aufenthaltsgestattung-im-asylverfahren/72-wohnen-umziehen-und-residenzpflicht/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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