Warum digitale Orientierungsprogramme wichtig bleiben:

Welche Hilfsangebote benötigen Neuankommende wirklich? Welche Informationen erhalten Sie problemlos und in welchen Bereichen herrscht noch Handlungsbedarf? Dazu hat die Organisation Clarat, welche eine digitale Datenbank mit Hilfsangeboten anbietet, eine Umfrage durchgeführt und wissenschaftliche Studien ausgewertet.

Auf dieser Grundlage bietet die Organisation einen präzisen Überblick über den bestehenden Handlungsbedarf. Das Ergebnis ist eindeutig: “Ihr [der Geflüchteten] Hauptproblem ist ein Mangel an Information und Orientierung: Viele Flüchtlinge finden sich nicht zurecht.”

Laut Ihrer Umfrage herrscht vor allem in bildungsspezifischen Themengebieten Bedarf an weiterer Informationsbereitstellung. Fragen rund ums Wohnen und die Art der Unterkunft stellen viele Geflüchtete ebenfalls vor große Hürden. Aber auch rechtliche Hintergründe sowie Fragen zur Sprache gelten als Kategorien, in denen sich Neuankommende selbst als informationsbedürftig beschreiben. Eine gute Nachricht ist: In Bezug auf soziale Kontakte oder Freizeit fühlen sich die Befragten der ausgewerteten Studien weniger orientierungslos.

Interessanterweise spielen soziale Medien und die Vernetzung über das Internet für Geflüchtete eine wesentliche Rolle bei ihrer Orientierung. Sie sind der Informationskanal zu Familie und Freunden, die oft über verschiedene Länder verteilt leben. Die verbreitete Nutzung von sozialen Medien könnte ein Grund dafür sein, warum Neuankommende das bestehende lokal gebundene Beratungsangebot weniger annehmen. Auf der anderen Seite werden digitale Ansätze, um Informationen weiterzugeben meist zu verstreut und unübersichtlich auf verschiedenen Seiten umgesetzt.

Die herrschende Orientierungslosigkeit, die durch die Studienauswertung aufgezeigt wird, hindert Geflüchtete daran aktiv und selbstbestimmt am Alltag in Deutschland teilzunehmen. Das liegt nicht an fehlenden Informationen, sondern vielmehr daran, dass der Zugang zu diesen Informationen zu unübersichtlich ist. So helfen zwar Migrationsberatungsstellen sowohl Jugendlichen als auch Erwachsenen je nach Bedürfnis weiter, doch diese werden nicht ausreichend genutzt. Was es braucht sind  alternative und innovative Ideen, um Informationen digital weiterzugeben und sie gleichzeitig in die bestehenden Offline-Strukturen einzubeziehen.

Lokal beschränkte Beratungsangebote können so beispielsweise durch Online-Projekte, wie die Fragen-Antwort-Plattform Wefugees unterstützt und verbessert werden. Wefugees bietet als digitales Projekt in der Geflüchtetenhilfe die Möglichkeit, Beratungen unabhängig von Ort und zeitlicher Beschränkung zu erhalten. Helfen können dabei, neben ausgewiesenen ExpertInnen, alle, die ein wenig Zeit erübrigen können. Neuankommende können sich in der Wefugees-Community außerdem schon vorhandene Informationen selbstständig erarbeiten und sind nicht von anderen abhängig. Durch eine gelungene Zusammenarbeit kann schon jetzt vielen Menschen geholfen werden.

Werde auch Du Teil davon und engagiere Dich auf wefugees.de.

 

 

 

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